REConf
8. Requirements Engineering Tagung 2009

AUDI AG auf der REConf® 2009

Titel des Vortrags: Requirements Management-Prozess in stark vernetzten Fahrerassistenzsystemen

Datum und Uhrzeit: Dienstag, 10. März 2009, 16:20 Uhr

Raum: MADRID

Level: Fortgeschrittene

Abstract: Am Beispiel Temporegelung wird die steigende Komplexität der Fahrerassistenzsysteme deutlich. Statt wie vor einigen Jahren die Geschwindigkeit ohne Beachtung des Umfeldes einzustellen, wird heute zusätzlich der Abstand auf vorausfahrende Fahrzeuge eingeregelt. In Zukunft wird mit über 20 Partnersteuergeräten kommuniziert.

Zu den Systemanforderungen kommen, durch die komplexe Vernetzung des Gesamtsystems, Anforderungen an die Partnersteuergeräte hinzu. Des Weiteren müssen Requirements bestimmten Software Releases zugeordnet werden, um unterschiedliche Entwicklungsstufen abzubilden. Alle Anforderungen müssen dabei zu 100% durch Tests abgedeckt werden, um die Software-Qualität und die Durchgängigkeit des V-Modells zu wahren. Die Anforderungen müssen außerdem lückenlos zum jeweiligen Zulieferer gelangen, was die Basis für einen Abstimmungs- und Änderungsprozess bildet.

Innerhalb des Volkswagenkonzerns wird der Einsatz von Software-Basismodulen markenübergreifend gefordert. Dabei gilt es identische und markenspezifisch variierende Anforderungen zu verwalten. Audi stellt sich diesen Herausforderungen mit einem agilen, kostengünstigen und durchgängigen Entwicklungsprozess.

Von 1998 bis 2003 studierte Frau Löbel an der Technischen Universität Chemnitz Elektrotechnik. Seit November 2003 ist Frau Löbel bei der Audi AG Ingolstadt tätig. In den vergangenen vier Jahren arbeitete sie im Bereich Vorentwicklung für Fahrerassistenzsysteme. Während dieser Zeit entstand unter anderem eine durchgängige Toolkette zur Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen. Die definierte Toolkette reicht von Requirements Management-Tools bis hin zu Software-Entwicklungs- und Testtools. Außerdem wurden Prozesse definiert, wie die Tools einzusetzen sind, um eine effiziente Entwicklung voranzutreiben.

Seit Mai 2008 arbeitet Frau Löbel in der Serienentwicklung Adaptive Cruise Control und ist hier unter anderem für den Lastenheftprozess, die Umsetzung der Anforderungen in mehreren Fahrzeugprojekten innerhalb des Konzerns, sowie den Test und die Freigaben verantwortlich.

Arno Hilgers startete nach absolvierter Berufsausbildung zum Industriemechaniker Feinwerk- und Gerätetechnik sein Studium der "Elektrotechnik und Informationstechnik" an der RWTH Aachen. Im Jahr 2004 erfolgte sein Einstieg als Entwicklungsingenieur bei der Bertrandt Ingenieurbüro GmbH Ingolstadt im Bereich Elektronik Entwicklung - Anforderungsmanagement und modellbasierte Entwicklung -. 
Zu seinen Aufgaben zählt das Spezifizieren von Software- und Hardware-Funktionen für die Automotive-Steuergeräteentwicklung im Bereich Komfort- und Fahrwerkelektronik. 

Seit 2005 ist er in der Fahrwerkentwicklung am Aufbau vom Requirements Engineering und Management für das Fahrerassistenzsystem Adaptive Cruise Control beteiligt. Steigende sicherheitskritische Aspekte und die Verteilung der Funktionalität des Fahrerassistenzsystems auf verschiedene Steuergeräte sind Herausforderungen, die es gilt, mit Hilfe des Anforderungsmanagements beherrschbar zu machen. Diese entwicklungsbegleitenden Prozesse umfassen unter anderem die Themen der Nachverfolgbarkeit von Fehlern, Testbarkeit, Versionierung, Historie sowie die Abstimmung mit dem Zulieferer und werden im praxisnahen Einsatz ständigen Veränderungen und Verbesserungen unterzogen.

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